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hh geschichte2020Häg-Ehrsberg Einst und Heute

Ein Bericht der Redaktion Hinterhag. Die Gemeinde Häg-Ehrsberg auch "Hinterhag" genannt liegt im schönen Angenbachtal links und rechts des Flusslaufes und ist von der B 317 von Mambach aus Richtung Todtmoos zu erreichen. Häg heißt so viel wie Steil was man auch bei der Durchfahrt sieht. Doch zuerst etwas über den Namen „Hinterhag“ . Laut der Überlieferung ist während der (Pest) die im gesamten Wiesental wütete ein Zaun( Hag es kann auch eine Mauer gewesen sein) zwischen Mambach und Häg-Ehrsberg gebaut worden um sich gegen die Weiterverbreitung der Seuche zu schützen.

Die Gesamtgemeinde Häg-Ehrsberg gibt es seit der Gemeindereform ab 1.1.1975. Vorher war Ehrsberg mit Waldmatt-Wühre und Stadel sowie Häg mit Rohmatt- Rohrberg (zu Rohrberg gehört noch der Weiler Husarenmühle)- Sonnenmatt- Altenstein- Happach-Schürberg und Forsthof je eine selbstständige Gemeinde. Häg-Ehrsberg hat eine Fläche von 525 Quadratkilometern, 830 Hektar eigenen Wald und über 30 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen. Die Gemeinde wird seit 1983 von Bürgermeister Bruno Schmidt der bei seiner Wahl 1983 der jüngste Bürgermeister in Baden-Württemberg war und heute der Dienstälteste ist. Er wird im Ratsgremium von 10 Gemeinderäten/innen zwei aus Häg, zwei aus Ehrsberg, Waldmatt/Wühre 1, Stadel 1, Rohmatt 1, Rohrberg 1, Sonnenmatt/Altenstein 1 und Happach-Schürberg-Forsthof eine Gemeinderätin unterstützt. Hier ein kurzer Rückblick: Am 1.Juli 1811 hatten es die Hinterhager geschafft und konnten sich nach zahlreichen Gesuchen von der damaligen Vogtei Zell Loslösen nach fast 300 Jahren und Häg sowie Ehrsberg wurden zwei selbstständige Gemeinden aber die Grundherrschaft Zell der Herren von Schönau blieb noch bis 1831 bestehen. Im Juni 2011 feierte man im Hinterhag mit einem dreitägigen Fest „200 Jahre Hinterhag“ welches noch vielen in guter Erinnerung ist. Leider gibt es von den bisherigen 14 Gasthäusern in Häg-Ehrsberg zurzeit nur noch eines das geöffnet hat“ Gasthaus Tanne“ Ehrsberg. Bierhaus in Rohmatt-Tanne in Häg und Bergstüble in Altenstein haben teilweise geöffnet.( Es waren einst die Gashäuser: Zum Halbmond Häg, Zum Forsthof in Forsthof, Zum Engel in Happach, Dachseck in Happach, Zur Krone in Rohmatt, Zum Sternen in der Häger-Mühle, Zur Sonne in Ehrsberg, Zur Burg in Altenstein, Belchenblick in Rohrberg, Bergfrieden in der Oberwühre, Bierhaus Rohmatt, Wolfeck in Ehrsberg, Tanne Häg , Tanne Ehrsberg und Bergstüble in Altenstein. Die anderen wurden zu Wohnhäusern umgebaut oder haben ganz geschlossen. Selbst ein Neuerbautes Hotel „ Wolfeck“ steht seit Jahren leer was sehr Schade ist. Im Jahre b1904 Gründete Pfarrer Braun des Krankenverein Häg der von den barmherzigen Schwestern vom Orden“ Heiligen Kreuz“ aus Hegne am Bodensee geleitet wurde. 1910 baute man ein Schwesternhaus mit Altenheim das „ St-Josefshaus“ in Häg. Die Schwestern waren bis dort im Rathaus untergebracht wo sie auch Nähkurse anboten. Im Jahre 2005 musste das Altersheim wegen Baumengel( was damals die Einwohner nicht Verstanden und man munkelte, dass das Heim wegen des Neubaus des Pflegeheimes in Zell weichen musste), und somit ging eine 100 jährige Geschichte in Häg-Ehrsberg zu Ende was auch für die letzten Schwestern Bitter war. Seit 1779 gibt es die Pfarrei Häg (heute Häg-Ehrsberg) zu der eine schöne Pfarrkirche die dem hl. St. Michael geweiht ist am Ortseingang von Häg gehört. Die Kapelle in Ehrsberg welche dem hl. Wendelin sowie dem hl. St. Antonius geweiht wurde ist Eigentum der Gemeinde und oberhalb vom Forsthof steht eine kleinere Kapelle aus dem Jahre 1694 welche sich im Familienbesitz befindet. Auch gibt es im Hinterhag zwei schöne Stadionenwege einen von Rohmatt nach Häg und einen von Happach bis zum Antonipass. Eine Lourdesgrotte in Häg erinnert noch die Älteren Einwohner an Andachten die dort abgehalten wurden. Auch steht an der L 146 bei der Häger-Mühle eine große Kreuzigungsgruppe mit Geschichtlichem Hintergrund aus dem Jahre 1777 leider ist diese seit Jahren zugewachsen und sollte einmal Restauriert werden. Am Laufe des Angenbachs standen früher zwei Sägen von denen heute teilweise noch eine in Betrieb genommen wird. Am Angenbach gelegen gab es auch in der Zeit von 1695 bis 1833 eine Mühle in der Häger-Mühle. Strom wird am Angenbach in Gewann Schürbergersäge, Faller-Säge, Häger-Mühle, in Rohmatt bei Familie Pfefferle/Gehri, Zettler Bernhard und Firma Kaiser noch selbst hergestellt und weitergegeben an Energiedienst Rheinfelden. Auch gab es in der „Husarenmühle“ die Rohrberger Mühle von 1771 bis 1780 weiteres ist nicht überliefert. An Firmen gibt es in Häg-Ehrsberg: die Firma Elektro Rümmele Rohmatt/Moosmatt, Metallbau Maier Rohmatt/Moosmatt, Zettler( Baustoffe/Heizöl und Fliesen in Rohmatt, die Firma Peter Pfefferle-Mechanische Werkstätte Rohmatt, Dorfmetzgerei Edelbert Waßmer Rohmatt, Elektro Rümmele Häg(Fuchsbühl“ , Wuchner Kevin Motorgeräte/ Forstartikel Ehrsberg, Garten und Landschaftsbau Manuel Wuchner Ehrsberg, Zimmerei Steinebrunner Ehrsberg, MS Schick in Ehrsberg und Forstbetrieb Martin Müller Waldmatt. Busbetrieb Gersbacher Ehrsberg sowie einen Hofladen in Ehrsberg. Seit dem Rückgang der Textilindustrie anfangs der 80er Jahre ( in Rohmatt gab es eine Weberei und eine Spinnerei)Arbeiten fast alle Bürger aus der Gemeinde Auswärts und müssen teilweise längere Wegstrecken in Kauf nehmen. Die Verbindung des Öffentlichen Nahverkehrs war bis in die 80er Jahre noch durch eine Verbindung bis Todtmoos sehr gut, aber heute lässt sie zu wünschen übrig. Neuerbaut wurde 1973 die Angenbachtalschule als Grund und Hauptschule mit Halle welche beide vor Jahren Saniert wurden. Die Hauptschule wurde aufgelöst und es ist nur noch eine Grundschule in der zurzeit ca. 30 Schüler/innen Unterrichtet werden. Auch ein Kindergarten“ St. Michael“ der 1993 in Betrieb genommen wurde( zurzeit ca. 34 Kinder in zwei Gruppen) sowie eine Kindergrippe“ Mäusle Häusle“ ( 10 Kinder) die ebenfalls neu gebaut wurde und ihren Betrieb im Oktober 2017 aufnahm sind mit ins Dorfbild von Häg untergebracht. Auch eine Leichenhalle wurde gebaut. Für die Wasserversorgung und Abwasser wurde vieles gemacht in den zurückliegenden Jahren und auch ein gemeinsames Gerätehaus für die Feuerwehr Häg-Ehrsberg wurde zusammen mit dem Bauhof errichtet auf dem „Dornhürstle“ in Häg. Zahlreiche Vereine: Es sind dieses Die Trachtenkapelle Häg-Ehrsberg, der Musikverein Rohmatt, die Trachtengruppe Häg- Ehrsberg, der Männergesangverein „ Eintracht“ Häg-Ehrsberg, der Sportverein Häg-Ehrsberg, die Hinterhager Narrenzunft, die Angenbachtaler Wanderfreunde, der Landfrauenverein Häg-Ehrsberg, der BHLV Ortsverein Häg-Ehrsberg, der Kirchenchor Häg-Ehrsberg, die Mühlibachdämonen Hinterhag, der Förderverein“ Freunde des Musikverein Rohmatt, der Förderverein der Angenbachtalschule Häg-Ehrsberg, der Feuerwehrförderverein, der Verein „ Theater in den Bergen“ und die Freiwillige Feuerwehr Häg-Ehrsberg betätigen sich mit ihren Veranstaltungen( dieses Jahr wegen Corona-Pandemie ausgefallen) am Kulturellen Leben in der Gemeinde und der Ferne. Die Landwirte in der weit verzweigten Gemeinde haben sich trotz der Steilagen ihrer Weiden die Offenhaltung der Landschaft zum Ziel gesetzt welches in der heutigen Zeit immer wieder durch neue Auflagen erschwert wird. Gäbe es die Landwirte im Hinterhag nicht die mit ihren Kühen, Schafen, Lamas, Ziegen und Alpakas, Hühnern die Landschaft offenhalten wäre wohl schon wieder der Urwald zurückgekehrt. Heute Leben in der Gesamtgemeinde Häg-Ehrsberg ca. 850 Einwohner. Die Einwohnerzahl ging in den zurückliegenden Jahren von einstmals über 1000 Einwohnern zurück, was auf den Wegzug wegen Arbeitsplatzwechsel oder auch durch Todesfälle zurückzuführen ist. Die Gemeinde ist bemüht neue Bauplätze auszuweisen was allerdings wegen der Geographischen Lage nicht immer einfach ist. In nächster Zeit stehen diverse Bauvorhaben auf dem Programm der Gemeinde wie: Nahwärmenetz- Breitband( weiterausbau)- Neue Wasserleitung durch Häg- Mischkanalbau(Wasser-Abwasser) durch Häg. Aber auch an einigen Gemeindeverbindungsstraßen besteht Handlungsbedarf.